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Archive for the ‘Geschichte und Kultur’ Category

FFT – diese drei Buchstaben stehen in Düsseldorf für aufregendes, junges Theater der Spitzenklasse. FFT – das ist das Forum Freies Theater, eines der spannendsten Spielstätten der Stadt am Rhein. Als Produktions- und Veranstaltungsort für professionelles freies Theater hat sich das Forum bis weit über die Grenzen der Stadt einen Namen gemacht.

Seit 1999 fungiert das FFT als Schnittstelle von Theater, Performance, Tanz, bildender Kunst und Musik. Weil das Haus kein festes Ensemble hat, kann das Publikum hier immer mit neuen Überraschungen rechnen. Das zieht an – von Studenten über Gäste der Hotels Düsseldorf Messe bis hin zu alteingesessenen Theaterfans füllt ein sehr gemischtes Publikum die Reihen des FFT.

Das Forum ist an zwei verschiedenen Orten in der Stadt zu Hause: die Kammerspiele befinden sich auf der Jahnstraße 3, das Juta (Junges Theater in der Altstadt) auf der Kasernenstraße 6. Beide Plätze haben einen individuellen Charme, beide bieten ein abwechslungsreiches, unkonventionelles Programm. Nationale und internationale Koproduktionen stehen dabei neben eigenen Produktionen und Gastspielen.

Besonders internationale Nachwuchstalente bekommen im FFT immer wieder eine ausgezeichnete Plattform für Inszenierungen im Bereich Sprech-, Musik- und Tanztheater und für Performances.

Wesentlich ist den Theatermachern hier auch die Förderung junger Künstler und die Theaterarbeit mit jugendlichen Akteuren und für junge Zuschauer. Auch Koproduktionen in überregionalen und internationalen Netzwerken steht hoch oben an. So entsteht spannendes Theater, das weit über den Tellerrand herausschaut.

Die Nachwuchserziehung wird großgeschrieben: Mit Workshops, Diskussions- und Rahmenveranstaltungen sowie Publikumsgespräche sollen Künstler und Zuschauer zusammenführt werden. Das FFT fördert damit den Diskurs – und macht Theater zu einem persönlichen Erlebnis. Selten ist der Abstand (übertragen gesprochen) zwischen Bühne und Publikum geringer als hier.

Das FFT hat sich auch einen Namen für seine Partys gemacht – hier treffen eingefleischte Theaterfans auf Besucher, die mit Theater im eigentlichen Sinne nicht viel anfangen können (oder das zumindest glaubten, bevor sie das FFT kennen gelernt haben). Gäste der Düsseldorf Messe Hotels trinken bei diesen Anlässen nicht selten mit den Schauspielerinnen und Schauspielern, die im FFT gerade ihre Karriere begonnen haben.

And der Bar des FFT hat schon so mancher Theatermuffel eine neue Lust auf die Bühne gefunden, die danach nicht mehr losgelassen hat.

16 Feb 2012

So muss Theater aussehen: Das FFT in Düsseldorf

Author: AdrianeFranz | Filed under: Geschichte und Kultur

Von Innsbruck aus ist Schloss Ambrass kaum zu übersehen. Anmutig prankt die Anlage über der Stadt, ein wenig abgehoben und doch fester Bestandteil dieser Gegend. Das Schloss Ambrass ist nicht nur eine der bedeutesten Sehenswürdigkeiten Tirols, sondern auch eine der beliebtesten. Aus gutem Grund.

Zunächst ist da natürlich die kulturhistorische Bedeutung: Alles begann mit Erzherzog Ferdinand II. (1529–1595). Als echter Renaissancefürst förderte Ferdinand die Künste und Wissenschaften von ganzem Herzen – und aus tiefer Geldtasche: Der Kunstliebhaber legte die Grundsteine für die prachtvollen Ambrasser Sammlungen.

Und weil Ferdinand all seine Kunst ja irgendwo unterbringen musste, schuf er, was Gäste in einem Hotel Austria heute als perfektes Museum genießen. Das Untergeschoss von Schloss Ambrass ist eine wahre Kunst- und Wunderkammer.

Doch der Besuch von Schloss Ambrass lohnt sich nicht nur deswegen. Ob man nun in den Wohnräume mit exquisiter Ausstattung auf und abgeht – das Bad der Philippine Welser, der Spanische Saal – oder die Festgalerie mit ihren Wandmalereien bestaunt, dieses Schloss ist ein Haus der Überraschungen. Allein die Größe der Räume!

Sei es die Habsburger Porträtgalerie, die mehr als 200 Bildnisse einschließt, oder die höfische Porträtmalerei, die von der Spätgotik bis zum Klassizismus reicht und Namen wie Lukas Cranach, Tizian, Anton van Dyck oder Velázquez aufzuweisen hat – Kunst ist überall im Schloss Ambrass.

Im Sommer dürfen sich Hotel Tirol Gäste auf Aufführung von Alter Musik freuen. Im Rahmen der Ambraser Schlosskonzerte und der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik wird dann immer wieder drinnen und draußen aufgespielt.

Stichwort draußen. Der Schlosspark, der das Schloss Ambrass umgibt, ist fast schon einen eigenständigen Besuch wert. Es handelt sich hier um eine Art Wildpark der Laubmischwald, Felsen, Schluchten und romantische Brücken vereint. Es fühlt sich an, als begehe man eine andere Welt, wenn man hier spazieren geht.

Hier findet auch jedes Jahr das Renaissancefest statt, das die Wunderwelt der Renaissance mit Stelzengeher, Gaukler, Märchenerzähler und Musikanten zelebriert.

Von Innsbruck aus ist das Schloss übrigens mit öffentlichen Verkehrsmitteln einfach zu erreichen. Wer lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad anreisen möchte: Nur zu. Das Schloss, das so anmutig über Innsbruck ragt, ist schwer zu verfehlen.

2 Feb 2012

Schloss Ambrass – Kunst und Natur

Author: AdrianeFranz | Filed under: Geschichte und Kultur, Kunst

Vor gar nicht allzu langer Zeit war der Düsseldorfs alte Hafengegend ein Ort der Tristesse. Leerstehende Lagerhallen, Menschenverlassene Straßen. Hier wollte man abends nicht unbedingt alleine umherirren. Als Düsseldorf-Besucher herkommen? Im Leben nicht. Der alte Hafen war eine der uninteressantesten Gegenden der Stadt am Rhein.

Dann rückten die Architekten an. Und welche Architekten. Es war eine Traum-Truppe der internationalen Design-Szene, die es sich zur Aufgabe machte, diesen Teil der Stadt gehörig umzugestalten. David Chipperfield, Joe Coenen, Steven Holl, Helmut Jahn und Claude Vasconi – das waren die Helden des Hafens.

Allen voran schritt jedoch ein anderer: Frank O. Gehry. Es war der kanadisch-amerikanische Stararchitekt, der dem alten Hafen mit seinen asynchronen Büroturmdreiergespann unverwechselbar seinen Stempel aufdrückte. Und damit ist Gehry wie kein anderer für den erstaunlichen Erfolg dieser Gegend verantwortlich.

Denn heute ist von Tristesse keine Spur mehr. Mittlerweile haben sich große Unternehmen aus den Bereichen Werbung und Kunst, Kommunikation und TV-Produktion im MedianHafen angesoedelt, wie die Gegen heute heißt. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) sitzt hier etwa neben QVC.

Mit den Medienschaffenden und den Kreativen kam eine passende Infrastruktur: Restaurants und Bar eröffneten im neuen MedienHafen. Einige von ihnen gehören zu den besten der Stadt. So wurde der alte Hafen nicht nur zu einer Gegend der Arbeit, sondern auch zu einer Gegend des Vergnügens.

Gästen in einem Hotel Düsseldorf Messe wird zum Beilspiel immer wieder gerne empfohlen nach dem Messebesuch hier zum Abendessen herzukommen. Kein Wunder: Die Atmosphäre ist einmalig. Die Architekten haben es geschafft die alte Hafenatmosphäre zu behalten, und doch etwas unglaublich modernes und neues zu schaffen.

Die Transformation des Viertels hat auch den Rheinturm belebt. Von hier – in einer Höhe von 172m – bekommen Gäste in einem Düsseldorf Messe Hotel einen idealen Blick. Man sieht unter anderem Landtag von Nordrhein-Westfalen und Düsseldorfs neues Wahrzeichen, das Stadttor. Prämiert als „bestes Bürogebäude Europas“ ist es zugleich Sitz der Staatskanzlei.

Die Transformation des alten Düsseldorfer Hafens ist eine Erfolgsgeschichte. Leere Straßen findet man hier kaum noch. Das Nicht-her-wollen ist kein Problem mehr. Heute ist es bei vielen Besuchern das Nicht-mehr-weg-wollen.

Wien, Stadt der Musik. Österreich, Land der Klassik. Sicher. Aber das ist nur eine Seite der Geschichte. Seit langem haben sich die Stadt und das Land einen Namen für modernes Design gemacht. Damit die nächste Städtereise Wien diese Seite ohne viel Anstrengung ins Programm aufnehmen kann, eine Top 8:

1 AND_i
Hinter diesem Namen versteckt sich der Goldschmied Andreas Eberharter, und was er anzubieten hat, kann sich zeigen lassen. Dieser Schmuck ist außergewöhnlich im besten Sinne des Worts.

2 Elfenkleid
Elfenkleid, das sind zwei österreichischer Designerinnen, die mit ihren Kollektionen auf schlichte Linien und dezente Farben setzen. Und, wie man weiß: Schlicht und dezent machen meistens den besten Eindruck. Elfenkleid ist keine Ausnahme.

3 artup Austrian Design in the City
Auf dem Programm stehen hier sowohl Kleidung, als auch Accessoires. Beides wird von den Köpfen hinter artup äußerst kreativ umgesetzt. Wie eine erfrischende Brise kommt dieser Stil daher.

4 Lena Hoschek
Hier treffen die 50er-Jahre mit einer guten Dosis Romantik auf rockige moderne Komponenten. das Resultat: extrem spannnende Mode. Wer es eher traditionell magh, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Denn bei Lena Hoschek sind auch Dirndlkleider erhältlich, die man wunderbar in seinem Hotel Tirol tragen kann. Oder zuhause.

5 Kayiko
Hier wird die Präsentation schlicht gehalten. Das sollte aber nicht von der außergewöhnlichen Natur der Damen- und Herrenmode ablenken, die man hier angeboten bekommet. Aufregend.

6 Michel Mayer
Die Modedesignerin Michel Mayer ist gewagt wenn es um ihre Stoffe geht, genauso wie wenn es um den Schnitt ihrer Kreationen geht. Das Ergebnis ist wirklich raffinierte Mode.

7 Susanne Kitz
Diese Designerin hat sich auf exklusive Taschen aus Leder spezialisiert, bietet aber auch Schmuck-Unikate aus Halbedelsteinen, Perlmutt und Horn an.

8 la petite boutique
Bei la petite boutique kommen all diejenigen auf ihre Kosten, die es auf Wäschekreationen aus Spitze abgesehen haben. Dazu sind hier auch Stofftaschen im Angebot, ebenso wie feine Nachtkleider. Bezaubernd.

27 Jan 2012

Design aus Österreich – eine Top 8

Author: AdrianeFranz | Filed under: Geschichte und Kultur

Wien – das ist klassische Musik. Die beiden Begriffe sind so unzertrennlich miteinander verbunden, dass man eigentlich gar nicht mehr weiter darüber nachzudenken braucht. Denn: Wo haben mehr klassische Komponisten gelebt und gearbeitet als in Wien? Antwort: In keiner.

Walzer und Operette sind hier praktisch zuhause. Die Konzertsäle sind so prachtvoll wie in kaum einer anderen Stadt. Klassische Musik verfolgt einen quasi wo immer man geht und steht in Wien.

Es ist demnach kein Wunder, dass so viele Wien Städtereisen den Programmpunk Musik zu einer Hauptattraktion machen. Es gibt einfach so unglaublich viel zu sehen. Oder besser: zu hören.

Im Mozarthaus kommen Fans Mozarts auf ihre Kisten. Hier, in der Domgasse Nr. 5, befindet sich die einzige von einem Dutzend Wiener Wohnungen Mozarts, die bis heute erhalten ist. Der große Komponist hat zwischen 1784 und 1787 hier gelebt – und noch heute kann man die Magie spüren die davon ausgeht.

Weil so viele Komponisten in Wien gelebt haben, gibt es fast jedes Jahr einen oder mehrere zu feiern. Vor kurzem war Gustav Mahler an der Reihe, der große Wegbereiter der Neuen Musik. Im Jahr 2011 war sein 100. Todestag.

Die Wiener Staatsoper bietet ein abwechslungsreiches Programm, das sich über das ganze Jahr verteilt. Mit über 50 Opern und Ballettwerken an rund 300 Tagen pro Saison kann das Haus mit Recht von sich behaupten eines der Topadressen für Oper auf der Welt zu sein.

Das Highlight des Jahres ist dabei der Wiener Operball, der neben Opernfans Österreichs wichtigste Künstler, Politiker und Unternehmer anzieht. Auch internationale Stars buchen sich für dieses Event jedes Jahr ein Hotel Tirol.

Das Haus der Musik, untergebracht im historischen Palais Erzherzog Karl in der Altstadt, ist ein Museum, das veranschaulicht, was man eigentlich nicht sehen kann: Klang. Auf sechs Stockwerken kann man Musik erleben, wie sonst nur selten. Das Museum hat täglich bis 22 Uhr geöffnet.

27 Jan 2012

Warum gilt Wien als Musikhauptstadt?

Author: AdrianeFranz | Filed under: Geschichte und Kultur

Folgendes Phänomen kommt Ihnen bestimmt auch bekannt vor: Nichtsahnend spazieren Sie durch eine Straße oder schnuppern in einer Drogerie an einem neuen Shampoo, als Ihnen auf einmal ein Duft entgegen strömt, der sie gedanklich binnen von Bruchteilen einer Sekunde in eine andere Zeit versetzt. Der Geruch einer Pastasoße, der Ihnen beim Vorbeigehen eines Restaurants entgegen kommt, diese Zusammensetzung aus Tomaten, Ricotta und einem Hauch von Basilikum – war das nicht das Abendessen im Schullandheim auf der Klassenfahrt Italien 1987? Oder das Shampoo: Die Komposition aus Rosenblüten und Vanille mit einem Hauch von Orange – so hat doch immer die frisch gewaschene Wolldecke ihrer Mutter gerochen, damals als sie noch jung waren.

Was ist passiert? Unser olfaktorisches Gedächtnis, das an unseren Geruchssinn geknüpft ist, wurde geweckt. Wussten Sie, dass unser Gehirn Erinnerungen mehr noch unter Gerüchen abspeichert, als unter Bildern oder Klängen?
Das letzte Mal als ich so einen schönen flashback hatte war auf einer Städtereise Wien.

Wir hatten insgesamt einen Aufenthalt über ein verlängertes Wochenende von 4 Tagen gebucht, wovon wir 3 Tage ausgiebig die Stadt Wien erkundigt haben. Wir hatten uns sogar am Samstag eine Stadtführerin gebucht, die uns durch die Altstadt geführt hat und höchstinteressante sowie humorvolle Anekdoten erzählen konnte, die so in keinem Reiseführer zu finden sind. Für den Sonntag und letzten Tag unserer Reise hatten wir eine Reise nach Tirol geplant, um neben der Hauptstadt Österreichs auch die Natur zu genießen. Nach einer ausgiebigen Bergwanderung am Vormittag sind wir zum Mittagessen in eines der zahlreichen und urig eingerichteten Gasthäuser eingekehrt. Und dort strömte mir 15 Minuten nach unserer Bestellung dann der Duft von selbst gemachtem Kaiserschmarrn mit Kirschen entgegen, den ich als Kind immer bestellt hatte, als ich mit meinen Eltern und Geschwistern in Österreich Urlaub gemacht habe. Kaiserschmarrn mit Kirschen? Ja, ich habe schon als Kind keine Rosinen gemocht und stattdessen immer Kirschen bestellt.

Es war ein Traum dieses duftende Gericht einmal wieder zu kosten, ich bin froh dass wir in dieses herzliche Gasthauses des Tirol Hotel eingekehrt sind. Ich bin mir sicher, dass wir unseren nächsten Kurzurlaub dort verbringen werden.

Und dann ist es wieder soweit – spätestens Ende November kann der Planung des Weihnachtsfestes einfach nicht mehr entgangen werden. Wer es noch geschafft hat die Regale voller Spekulatius und Lebkuchen, Marmorsteine und rot-weißen Sonder-Editionen der Lieblingsschokolade zu ignorieren, die seit Ende September die Supermarktgänge zieren, dem wird spätestens zum ersten Advent klar, dass nun bald die Frage beantwortet werden muss, wie denn dieses Jahr das besinnlichste aller Feste verbracht wird: Allein mit dem Partner und den Kindern? Mit den eigenen Eltern? Bei den Schwiegereltern? Sollen alle zusammen feiern? Und artet das nicht wieder im großen Chaos aus?
Was auf jeden Fall immer eine gute Möglichkeit ist, um dem vorprogrammierten Weihnachtsstress zu entfliehen, der sich rund um Heiligabend in den eigenen vier Wänden abspielt, wenn es darum geht das große Weihnachtsessen zu organisieren und zu entscheiden, in welchem Rahmen gefeiert wird, ist einfach mal raus zu fahren. Und am besten alle zusammen.

Was gibt es denn schöneres als weiße Weihnachten in den Bergen zu verbringen, beispielsweise im herrlichen Alpenvorland in einem Hotel Austria ihrer Wahl. Den Kleinen wird das ungeduldige Warten auf die Bescherung versüßt durch den Anblick der Schneemassen, aus denen sich etliche Schneemänner bauen lassen und auch die Frage nach dem Weihnachtsessen entfällt, denn an Heiligabend gibt es traditionell zubereitetes österreichisches Weihnachtsessen, das der Chef des Hauses Ihnen am Weihnachtsabend servieren wird. Wer an Heiligabend lieber italienische Polpetti anstatt Mehlspeisen kredenzt bekommt, für den gibt es alternativ auch die Möglichkeit sich für ein besinnliches Weihnachtsfest weiter südlich beispielsweise in einem der vielen Hotel Tirol Varianten zu entspannen.
Für was Sie sich letztendlich auch entscheiden, ob für ein gemütliches Fest bei Ihnen zu Hause, bei den eigenen Eltern, den Schwiegereltern oder gemeinsam im großen Kreis in der schneebedeckten Berglandschaft – ausschlaggebend ist, dass Ihnen beim Gedanken daran warm ums Herz wird, denn noch wichtiger als die Frage, wo sie den Heiligabend verbringen, ist das doch das „wie“.

8 Dez 2011

Alle Jahre wieder: Wo feiern wir Weihnachten?

Author: AdrianeFranz | Filed under: Geschichte und Kultur

weihnachtsgans

Bild: Mr_KARR  / pixelio.de

Zu einer traditionellen Weihnachtsfeier gehört in jedem Fall ein Weihnachtsbaum. Seit dem 19. Jahrhundert ist der geschmückte Tannenbaum ein beliebter Brauch, der vor allem von Kindern geliebt wird. Häufig ist es eine Familientradition, dass der Baum am Vormittag des Heiligen Abends gemeinsam geschmückt wird. Aus Sicherheitsgründen ersetzen mittlerweile oft elektrische Kerzen das Feuer, dazu gibt es bunte Kugeln, Holzfigürchen, Glasschmuck, Lametta und kleine Naschereien aus Schokolade. Seit dem 13. Jahrhundert hat sich der Brauch der Weihnachtskrippe verbreitet. In vielen Wohnzimmer schmückt eine kleine Krippe mit Figuren, Tieren und einem Stall den Raum. Kinder können die Weihnachtsgeschichte dadurch besser begreifen und gleichzeitig ist die Krippe eine hübsche Dekoration.

Das aufwändige Weihnachtsessen gibt es je nach Region am Heiligen Abend oder am ersten Weihnachtstag. Typische Weihnachtsrezepte, die auf eine lange Tradition zurückblicken, sind der Karpfen und die Gans. Der Karpfen wird meist zerteilt, paniert und zusammen mit Kartoffeln oder Kartoffelsalat genossen. Alternative Kochrezepte füllen den Weihnachtskarpfen auch mit Gemüse oder Kartoffeln. Die knusprige Gans geht einer Legende nach auf Königin Elisabeth I. zurück und soll sich von Großbritannien ab dem 17. Jahrhundert weiter in Europa verbreitet haben. Die Weihnachtsgans wird mit einer leckeren Füllung aus Kastanien, Äpfeln oder Dörrpflaumen versehen und geschmackvoll gewürzt. Typische Beilagen sind Rotkohl und Klöße mit einer gebundenen Sauce. Wer sich das Festmahl für den ersten und zweiten Weihnachtstag aufhebt, genießt an Heiligabend häufig eine ganz einfache traditionelle Mahlzeit aus Würstchen mit Kartoffelsalat.

Für den Nachtisch aber auch die ganze Adventszeit über bietet sich typisches Weihnachtsgebäck an. Besonders traditionell ist der Christstollen. Das bekannteste Rezept ist der Dresdner Stollen mit viel Butter, Sultaninen und Mandeln. Andere Stollenarten verarbeiten Mohn, Nüsse oder Quark. Die würdigen Lebkuchen mit Schokolade oder Zuckerguss sind aus der Weihnachtszeit ebenso wenig wegzudenken. Einen ähnlichen Geschmack hat das Magenbrot, das der Verdauung gut tut. Ein Klassiker unter den Weihnachtsplätzchen ist der Spekulatius. Das Mürbegebäck wird gewöhnlich mit Gewürzen angereichert, alternativ auch mit besonders viel Butter oder mit Karamell.

16 Nov 2011

Weihnachtstraditionen

Author: Christian Kochmann | Filed under: Geschichte und Kultur, Landwirtschaft und Lebensmittel

Die Welt ist tatsächlich in gewisser Weise ein Dorf geworden. Nicht nur in elektrischer Hinsicht, wenn tausend Milliarden Bilder, Töne und Informationen in Sekundenbruchteilen im Netz um die Erde und in den Kosmos schiessen. Nein, auch in gleichsam natürlicher Hinsicht erscheint der ferne Mensch dem nahen zunehmend ähnlicher als ähnlich – jeder Reisende weiss davon überall auf der Welt zu berichten. Ja, die Welt ist ein Dorf geworden in vielerlei Hinsicht, und die Furcht des Australiers ist der des Deutschen und Österreichers wirklich mehr als nur ähnlich.
Ich wohnte in einem Hotel Tirol und als solcher gewissermassen als Deutscher unter Österreichern. An einem Sonntagnachmittag genoss ich nach dem Mittagessen ein leichtes Flannieren in der Stadt und erfreute mich der schönen Ausblicke. Ich bemerkte wohl nicht sofort den bärtigen jungen Mann links neben mir, wohl aber seine englische Zunge, und ich blickte mich um. Ob ich, so fragte er, nicht einen guten Platz wüsste zum entspannten Speisen. Und  weil ich selber gerade vom Essen kam, musste ich nicht lange nachdenken und bat den jungen Mann – wie sich heraus stellte, ein Australier auf Europatour – mir zu folgen, ich wüsste einen schönen Ort.
Also machten wir uns auf mit Ziel Tirol Hotel, wobei der junge Australier zunehmend unruhiger wurde. Er kenne die Stätte bereits, beteuerte er, vor einer halben Stunde sei er schon da gewesen, um zu bemerken, dass er hier unmöglich essen könne.
Jetzt war ich neugierig geworden und fragte nach dem Grund. Schau selber, sagte er aufgeregt und zog mich zur Eingangstüre. Ich esse hier nicht, meinte er und zeigte auf das Foto einer schwarzen Katze. Ich konnte nicht anders als laut lachen und steckte ihn damit an.
Die Katze hing nämlich am Eingang, weil jemand vom Personal sie vermisste und um öffentliche Ausschau bat. Nein, das war keine Einladung zum Katzenessen im Hotel, wie unser australischer Freund vermutete.
Nicht wahr, die Welt ist ein Dorf, in dem Deutsche und Australier ähnliche Abneigungen verspüren!? Ausser vielleicht Chinesen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

14 Sep 2011

Der Australier

Author: AdrianeFranz | Filed under: Geschichte und Kultur

designmöbel

Geschichtsunterricht ist nicht gerade beliebt. Und bei dem Gedanken an Möbeldesign sind die ersten Assoziationen vermutlich nicht mit historischen Begebenheiten verbunden. Bei diesem Wort fällt einem eher der letzte Besuch im Möbelhaus ein und die Tatsache, dass man dort meist wirkliche Design Möbel findet. Wer individuell leben und sich zu Hause wirklich wohlfühlen will, kann auf Tische, Sideboards, ein Bett oder eine schicke Ledercouch vom Designer nicht verzichten. Die Wurzeln unserer Designermöbel aber findet man in der Geschichte.

Die Industrialisierung begann Ende des 18. Jahrhunderts in England und wurde nur durch die Weiterentwicklung einer Erfindung von Thomas Newcomen aus dem Jahr 1712 durch James Watt möglich: Die Dampfmaschine. Bis zu diesem Zeitpunkt war man gezwungen gewesen, jegliche Gegenstände von Hand herzustellen. Aber auf einmal konnte man Stoffe, Möbel und sogar Maschinen selbst mit speziellen Maschinen herstellen – die Massenfertigung war geboren. Nichts davon muss mehr von Hand gemacht werden. Nur das Entwerfen eines einzelnen Musters nimmt einem die Maschine nicht ab. Aus diesen Prototypen kann man dann in Fabriken unzählige gleichartige Stücke zusammenbauen. Um die Prototypen mit ausreichend Sacherverstand entwerfen zu können, sollte man Industriedesign studiert haben.

Allerdings meldeten sich schon bald die ersten Kritiker zu Wort. Die Massenware war schon ab Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem für die Augen künstlerisch interessierter Designer viel zu monoton. Für sie stand kreatives und individuelles Design, dass dem Menschen gut tut, deutlich vor Kostenminimierung durch Arbeitsteilung und Automatisierung. Und sie begannen mit dem Design von Möbeln. Die ersten Designermöbel waren geboren. Denn die eigenen vier Wände sind der wichtigste Rückzugsraum des Menschen. Aus diesem Grunde ist die Wohnungseinrichtung, egal ob im Schlaf- oder im Esszimmer, ein wesentlicher Faktor. Modernes Design und das Wohlgefühl, das Designmöbel uns bringen, verdanken wir also klugen Köpfen von vor über 150 Jahren.

Neben dem Schlafzimmer befindet man sich die meiste Zeit im Wohnzimmer. Um hier wirklich langlebige Qualität zu bekommen, sollte man vielleicht nicht gerade das billigste Möbelhaus ansteuern. Ein komplettes stilvolles und wohliges Zuhause kann man sich aber selbstredend auch in jedem anderen Raum mit einer Einrichtung aus Designermöbeln schaffen. Denn mit guten und schönen Möbeln fühlt man sich einfach insgesamt besser. Um sich wirklich wohl fühlen zu können muss man “man selbst” sein und dies auch zeigen können und sich mit Dingen umgeben, die den eigenen Sinn für Schönes ansprechen. Des Weiteren sind Design Möbel längst nicht so teuer, wie man oft meinen will und liefern dabei in der Regel mehr Qualität als Nachbildungen aus dem Möbelhaus.

Die Entwicklungen von vor etwa 300 Jahren sind also noch heute deutlich zu spüren. Alles, was wir heute en masse produzieren, wie Kleidung oder Fernseher, würde sonst nahezu unbezahlbar sein. Die Geschichte lehrt uns aber auch, dass man bei der Gestaltung des eigenen Heims wohl besser auf innovative und ästhetische Möbeldesigns setzen sollte.