Wann soll ich beginnen mein Kind zu erziehen?? schon im Bauch??nach der Geburt?? oder mit einem Jahr??
Diese Frage hat sich mir immer mehr gestellt… Als Erzieherin habe ich auf die Frage die mir meine Schwester gestellt hat geantwortet: Na um so früher desto besser…die kleinen wissen schon sehr früh, was sie tun und können einen dann auch schon ausspielen…
Auch nicht immer gleich rennen, wenn die kleine schreit…sie soll schließlich lernen, auch mal abzuwarten und dich nicht als Marionette nutzen…
Aber irgendwie war ich mit dieser Antwort selbst nicht zufrieden!!
ich begann antworten zu suchen und ich fand eine, die logisch und sich mir schlüssig ist!
Erst einmal möchte ich sagen, dass eine Mutter oft nach ihrem Instinkt handeln sollte…egal was Tabellen und Statistiken sagen- eine Mutter kennt im Regelfall ihr Kind am besten und sollte öfters aus dem Bauch heraus entscheiden.
Ich denke, dass man ganz am Anfang ein Kind nicht im klassischen Sinne ,,erziehen” kann. In den ersten Monaten darf der Säugling mit voller Berechtigung die sofortige Befriedigung seiner Bedürfnisse erwarten und braucht dazu nur eine einzige automatische Vorgehensweise, um diese Befriedigung zu bekommen: er schreit.
Bis zum Alter von !!etwa!! 10 Monaten ist das die einzig mögliche Ausdrucksform für ein Kind, erst dann entwickelt sich ganz zart die Fähigkeit, kurzfristige Frustration auszuhalten, ohne deabei einen psychischen Schaden zu erlangen!!
In den ersten Lebensmonaten eines Kindes entwickelt es das sogenannte ,,Urvertrauen”. Das ist die Basis, die ein gesunder Mensch als erstes mit auf seinen Lebensweg bekommt. Ein einzigartiges Vertrauen zwischen Bezugsperson und Kind. D.h. das KInd schreit in den ersten Lebensmonaten nach Grundbedürfnissen (Essen, trinken, schlafen, wickeln, kuscheln, nähe) wenn die Bezugsperson das Kind lange darum bitten lässt, erfährt der kleine Wurm, dass keiner für mich da ist, wenn ich jemanden brauche…irgendwann wird es nicht mehr schreien, weil es ja dann eh nichts bekommt. Das Urvertrauen wird somit gestöhrt, ist aber Grundlage für eine gesunde psychische Entwicklung!!
Geht die Bezugsperson zeitnah zu ihrem Kind, wickelt es, gibt ihm zu essen oder befriedigt ein anderes Grundbedürfniss ist das ein Zeichen für das Kind: wenn ich in Not bin(hunger habe, Zuwendung brauche, was für so ein junges Kind echte Not ist!!) ist jemand für mich da, ich bin wichtig, nach mir wird geschaut.
Das Urvertrauen blüht somit als Grundlage für die psychische Entwicklung eines Kindes!!.
Mit Ca.10 Monaten dann ist ein Kind soweit gefestigt, dass es durchaus kleine! Wartezeiten gut ertragen kann und auch muss, denn jetzt beginnt so langsam die Phase in der das Kind lernen muss, dass es nicht alleine auf der Welt ist und dass Mama nicht gleich vom Stuhl aufspringt, wenn das Kind schreit.
Die Zahlen, die ich hier angegeben hatte, sind aber nur grobe Richtwerte und keine Rezepte!! Die Mamas kennen ihr Kind und merken ganz genau, wann die eine Phase aufhört und die nächste beginnen will.

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